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8. Verkehrssicherheitstag in Herrenberg

Obwohl angekündigt, hatten die Schülerinnen und Schüler dies nicht erwartet: Schon bei 23 km/h wirken beim Bremstest erstaunliche Kräfte auf die Schülerinnen und Schüler (Foto: WBO)
Obwohl angekündigt, hatten die Schülerinnen und Schüler dies nicht erwartet: Schon bei 23 km/h wirken beim Bremstest erstaunliche Kräfte auf die Schülerinnen und Schüler (Foto: WBO)

280 Schüler trainieren den sicheren Schulweg an sechs Stationen im Bus, auf dem Fahrrad und zu Fuß.

„Die Verkehrssicherheitstage in Herrenberg werden von uns immer wieder als Vorzeigeprojekt zur Nachahmung empfohlen, weil hier in vorbildlicher Weise Schulen, Omnibusunternehmer, Polizei, Fahrschulen, Landesverkehrswacht und weitere Organisationen zusammen an einem Strang ziehen und so den Schulweg noch sicherer machen.“ Martin Burkart, WBO, Referent für Lenk- & Ruhezeiten, Technik & Umwelt.

Der Schulbus fährt langsam an, die 21 Schülerinnen und Schüler quatschen und lachen laut, sind bester Laune. Plötzlich ein Ruck, der Bus bremst jäh ab, die Jugendlichen werden in ihren Sitzen nach vorne gerissen, eine Schultasche entleert sich auf den Boden. Den Schülern ist nichts passiert – die Vollbremsung war Teil des Bustrainings des achten Verkehrssicherheitstags der Markwegschulen in Herrenberg. Vor der Testfahrt hatte Herbert Däuble, Geschäftsführer der Firma Däuble-Reisen, die zusammen mit der Firma Rübenacker die Schulbuslinien zum Schulzentrum Markwerg bedient, eine halbe Stunde lang die wichtigen Sicherheitsaspekte im und am Schulbus erklärt und praktisch erläutert: Notausstiege, Entlüften der Türen, Festhalten während der Fahrt mit Bremstest: „Wir haben eben nur mit 23 km/h gebremst, jetzt stellt Euch mal vor, schon in der Stadt fährt der Bus mehr als doppelt so schnell!“ erklärt Däuble eindringlich.

Drängeln geht gar nicht: Fast doppelt so lange dauert der Einstieg, wenn jeder versucht, so schnell wie möglich auf „seinen“ Sitz zu kommen. (Foto: WBO)
Drängeln geht gar nicht: Fast doppelt so lange dauert der Einstieg, wenn jeder versucht, so schnell wie möglich auf „seinen“ Sitz zu kommen. (Foto: WBO)

Die Schülerinnen und Schüler nicken betroffen. Den Test der Reversiereinrichtung mach eine junge Dame: Sie bleibt im Eingang des Busses stehen, während Herr Däuble die Türen schließt. Die Schülerin erschrickt kurz, die Tür öffnet sich automatisch wieder, ein Einklemmen ist nicht möglich.

Nach der beeindruckenden Schulung gibt es einen kurzen Applaus für den Trainer, dann geht die Klasse weiter zur Erste-Hilfe-Station, die nächste Gruppe steht mit ihrem Lehrer schon vor dem Bus.

Insgesamt sechs verschiedene Übungen waren zu absolvieren: „Toter Winkel/Toter Raum“ bei Lkw und Bus mit der Fahrschule Frank/Halanke, ein Fahrradparcours mit Fahrradwerkstatt und der „Rauschbrille“, die das Gefühl von 1,5 Promille vermittelt, eine Fahradhelmberatung mit praktischen „Hau-den-Lukas-Test“ auf einen Holzkopf und digitaler Auswertung per Computer, Erste Hilfe mit stabiler Seitenlage, 

Ausführlich werden die Sicherheitseinrichtungen wie Notausstiege, Türentlüftung, Reversiereinrichtung an den Türen, Benutzung der Nothämmer etc. erklärt. (Foto: WBO)
Ausführlich werden die Sicherheitseinrichtungen wie Notausstiege, Türentlüftung, Reversiereinrichtung an den Türen, Benutzung der Nothämmer etc. erklärt. (Foto: WBO)

Helmabnahme und verbinden von realistisch geschminkten Verletzungen, Bremsweg bei Auto, Fahrrad, Inliner, Skateboard mit der Polizeidirektion Böblingen und eben das Verhalten im und am Bus wurde geschult.

Der Verkehrssicherheitstag für die achten Klassen der drei Markwegschulen in Herrenberg findet einmal pro Jahr statt, ein kürzeres, reines Schulbustraining wird jedes Jahr für die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen veranstaltet.

(Pressemitteilung des WBO)

 

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